Wir bauen ein Einfamilienhaus. Beim Aushub ist die Baugrube eingestürzt. Das abgerutschte Material muss entfernt, eine Backsteinwand neu aufgebaut und die Baugrube besser gesichert werden. Wer zahlt?

Sie haben sicher für Ihr Bauvorhaben eine umfassende Bauwesenversicherung abgeschlossen. Melden Sie das Ereignis umgehend dieser Versicherung an. Möglicherweise handelt es sich um einen versicherten Haftpflichtschaden, falls jemand für das Abrutschen des Hanges verantwortlich gemacht werden kann (beispielsweise der Geologe, der Ingenieur, der Baumeister, die Bauleitung usw.). Der oder die Verantwortlichen verfügen wahrscheinlich über eine Haftpflichtversicherung. Ihre Bauwesenversicherung wird Sie bei der Klärung dieser Frage unterstützen.

“Ohnehinkosten“ gehen zulasten des Bauherrn
Die Bauwesenversicherung und die Haftpflichtversicherungen werden aber in jedem Fall all jene Mehrkosten von der Entschädigungsberechnung ausklammern, die angefallen wären, wenn bei Ihrem Bauvorhaben von allem Anfang an eine korrekte (und damit auch teurere) Hangsicherung realisiert worden wäre. Die zusätzlichen Kosten einer anzustrebenden korrekten Hangsicherungslösung gegenüber der zuerst gewählten (offenbar untauglichen und billigen) Variante, die zum Einsturz der Baugrube führte, sind demnach nicht Gegenstand von Versicherungsleistungen: für die so genannten Ohnehinkosten werden keine Entschädigungen ausgerichtet. Am falschen Ort sparen, lohnt sich also auch beim Bauen nicht.

Hier erhalten Sie einen Vergleich für Ihre Bauherrenhaftpflicht- und Bauwesenversicherung

by ASA | SVV – 25.03.2010